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Arbeitsrechtskanzlei Groll & Partner, Arbeitsrecht Frankfurt














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Urlaubsprobleme

Der beantragte Osterurlaub ist genehmigt, die lang ersehnte Reise gebucht. Doch auch der sch├Ânste Urlaub geht einmal zu Ende und der Arbeitsalltag wieder los. Nach Ablauf der gew├Ąhrten Urlaubstage ist der Arbeitnehmer verpflichtet, seine Arbeit wieder wie vereinbart zu erbringen.

Doch wie muss man sich verhalten, wenn die rechtzeitige R├╝ckkehr aus dem Urlaub nicht m├Âglich ist? Hier k├Ânnen die verschiedensten Probleme auftauchen:

Fall 1: R├╝ckkehr aufgrund eigener Krankheit nicht m├Âglich

In diesem Fall ergibt sich kein Unterschied zur ÔÇ×normalenÔÇť Krankheit ohne vorangegangenen Urlaub. Dem Arbeitgeber ist unverz├╝glich eine Information ├╝ber die Erkrankung und deren voraussichtliche Dauer zu geben. Ferner muss dem Arbeitgeber eine Arbeitsunf├Ąhigkeitsbescheinigung sp├Ątestens nach dem dritten Tag der Arbeitsunf├Ąhigkeit ├╝bermittelt werden, auch aus dem Ausland.

Fall 2: Das Kind ist krank und braucht Betreuung

Unabh├Ąngig davon, ob ein Mitarbeiter aus dem Urlaub zur├╝ckkehren sollte oder nicht, hat der Gesetzgeber f├╝r diesen Fall eine Sonderregelung geschaffen. Bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres des Kindes hat der Arbeitgeber bei gesetzlich Krankenversicherten den Vater oder die Mutter grunds├Ątzlich f├╝r 10 Tage im Jahr zur Gew├Ąhrleistung der Pflege des erkrankten Kindes freizustellen. In jedem Fall sollte der Arbeitnehmer unverz├╝glich den Arbeitgeber ├╝ber die Erkrankung des Kindes in Kenntnis setzen und ihm eine ├Ąrztliche Bescheinigung ├╝ber die Notwendigkeit der Betreuung zuleiten.

Fall 3: Der Flug zur├╝ck geht nicht oder das Auto bleibt liegen

Das sogenannte Wegerisiko und damit das Risiko von Verkehrsbehinderungen trifft allein den Arbeitnehmer. Die Besch├Ąftigten m├╝ssten sich auf solche einstellen. Erscheinen Mitarbeiter wegen Flugproblemen z.B. wegen eines angek├╝ndigten Streiks zu sp├Ąt, rechtfertigt dies sogar eine Abmahnung und im Wiederholungsfall die K├╝ndigung. Ist eine andere R├╝ckreiseart zumutbar, so ist diese zu w├Ąhlen. Im Falle technischer Probleme wie einer Panne liegt indes h├Âhere Gewalt vor. Gesetzlich bleibt bei unverschuldetem Fernbleiben der Lohnanspruch bei einer versp├Ąteten R├╝ckreise von wenigen Tagen bestehen.

Fall 4: Stra├čensperrung wegen Lawinengefahr

Da es vor einer Lawinengefahr meist tagelang schneit und eine Stra├čensperrung absehbar ist, kann man sich auf ÔÇ×h├Âhere GewaltÔÇť in diesem Fall nicht berufen. Selbst wenn das Schneechaos wahrscheinlich auch dem Arbeitgeber aus den Medien bekannt ist, darf man nicht einfach der Arbeit fern bleiben. Stra├čensperrungen werden angek├╝ndigt, eine vorzeitige Abreise ist vorzunehmen. Es besteht grunds├Ątzlich auch eine Pflicht, sich um alternative R├╝ckreiserouten zu bem├╝hen, solange diese zumutbar sind.

Peter Groll
Fachanwalt f├╝r Arbeitsrecht







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